Samstag, 16. Januar 2021

Räume

Es wäre zu knapp gedacht, wenn man nun meinen würde, ich halte mich im Raum zueri-frankfurt fest. Nehme ich meine befreundeten und herzlichen Bezüge zusammen, wird der Raum größer. Deutschland, Frankreich, Spanien, die Schweiz und etwas Tschechien gehören zu den aktuell lebendigen Bezugspunkten. 

Nehme ich nun noch die Internetcommunities dazu, weitet sich der Raum auf Amerika, Italien, Skandinavien und die Beneluxstaaten aus. Da gibt es überall Kontakte, Menschen, getauschte Gedanken und Gefühle, Freude wie Beileid, Staunen und Ablehnen. Da steckt überall Leben drin. 

Jetzt, in dieser schicksalhaften Blockade der möglichen Freiheiten und Transaktionen, dem Lockdown, sind die Communities wie LinkedIn, Xing, Facebook und besonders Twitter meine Blutreserven für den Hunger, der mir mein Kopf bereitet. Ich bin ein Austausch-Junkie und auf kaltem Entzug, das muss ich zugeben. 


Bild JJ: Trinkhalle / Werk von mir Unbekannt
Nacht der Museen Aschaffenburg, 2018
Raum im Raum im Raum im Raum. Tbc.

Was mich dann freut: viele Kontakte werden im Moment etwas intensiver geführt. Man spricht vertiefter, man nutzt Video-Call und Zoom, um sich auch zu sehen. Man schreibt in die Chats und denkt per Video, Fotos und Sprüchen aneinander. Und man gibt eher zu, verletzlich zu sein, wund oder dünnhäutig, da von der Krise zu lange angespannt. Es gibt auch die Wohlgesonnenen, die Optimisten und Positivisten. Wen es in meinen Kreisen nicht gibt: dramatische Leugner oder gar Missionare. 

Was ich so langsam intus kriege: Dass man diese Communities auf zwei Weisen konsumiert und daher auch verschieden erlebt: Viele lesen alles auf dem Handy. Und einige konsumieren den Stoff am großen Bildschirm. Das macht sehr viel aus, was man dann zurück erhält. Wer keine Tastatur und Schreibposition inne hat, der wird mit einem Icon reagieren. Mehr geht mit Bürotasche, Schneefall, Cofe-to-go und Keine-Zeit nicht. Andere sitzen am Computer und führen aus, wie ich hier. 

Zu unterscheiden ist auch: Ob jemand aus dem Internet und seinen Kontakten mehrheitlich nur "downloaded", also Stoff herauszieht. Oder ob es jemand ist, der Inhalte und Infos in das Internet hineinstelle, also "uploaded". Die Uploadrate, so würde ich meinen, liefert bei sehr vielen Aspekten den Unterschied. Das verfasste Wort, notfalls Bilder oder Videos. Dann helfen Geräte, sich auszudrücken bzw. den Betrachtenden, etwas vermittelt zu bekommen. 

Zwei Räume, die vermutlich den ganz großen Unterschied machen: Holst du alles und nur noch aus dem Internet und über diesen winzigen Ausgang 'Smartphone' - oder lebst du noch Stunden im Außen, im Kontakt, in Büchern, auf der Straße, in der Kultur, auf Reisen, in der Philosophie und Soziologie, im Gesellschaftlichen und Feuilleton. Wenn man jemanden erlebt, der aus innerer Haltung dem Veganismus nachstrebt und die oder der dann z.B. Wurst als Billigfleischprodukt ablehnt, dann frage ich mich, ob man das Wenige, was verkleinert und komprimiert aus dem Smartphonebildschirm zu konsumieren ist, nicht ebenso nur "Tagwursterei" genannt werden müsste. Es ist dieser extrudierte und geblitzte Mischmasch von Fett, Wasser und Restefleisch, Eis, Salz, Zusatzstoffen und Pökel. Mal roh, mal gesiedet oder gar geräucht. Fernsehen ist schon reduziert. 

Genau betrachtet verhält es sich nicht so, dass Wikipedia erklärt, was in meinem Brockhaus steht. Es wird immer umgekehrt bleiben - die geistig erfassten Bände aller Bibliotheken erklären, was im Internet steht. Ihre Inhalte wurden im erdenen Raum frisch als Leben und Erkenntnis, Erzählung und Gefühle geerntet und haltbar gemacht, tendenziell ausgeschmückt, statt quantitativ wie qualitativ komprimiert. 

Und so unterscheide ich, wer mir welchen Raum mit in die Begegnung einbringt - es ist ein ganz anderes Erleben. Es wird auch ein anderes Resultat. Zur Zeit müssen wir mit dem Digitalen. Doch in meiner zunehmend wachsenden Achtsamkeit meiner Restzeit gegenüber mag ich schauen, ob noch mehr vom Wahren an mich gelangt, vom Echten und Betreffenden. 

Räume sind wie Verpackungen. 

Jona Jakob
zueri-frankfurt.com

Mittwoch, 13. Januar 2021

Coachen .. Handeln - was macht den Unterschied?

Seit Beginn des Jahres ist das die Doppelrolle und Aufgabe, die sich in meiner Person vereint: Coach UND Unternehmer. Ich trenne es. Bei zueri-frankfurt stehe ich für den Coachingprozess, ob  wirtschaftlich oder psychosozial/persönlich, für die zwei Wirtschaftsmetropolen. Für den EMAB Schadenservice bin ich der Handelnde in der Region Aschaffenburg.

Worin unterscheidet sich die Identifikation in den unterschiedlichen Verantwortungsbereichen?

  • Bei Coachings stehe ich für Ihren Veränderungs- und Optimierungsprozess zur Verfügung. 
  • Als Unternehmer verantworte ich das Handeln für das Eigene (Unternehmen)

Der Coachingprozess (non-directiv)
Der Coachingprozess hat damit zu tun, als würden wir gemeinsam Ihren Balkon frühjahrsfertig machen: Kästen und Erde kaufen, Samen oder Zwiebeln setzen, Gesetztes anschreiben, Erde anpressen, alles geschützt wo warten und seinen Lauf nehmen lassen. In Coachings werden in vielen Fällen "Sämchen" angesetzt, die absehbar aufgehen, sprießen und fruchten sollen. Das ist für den Coach eine Arbeit, ein Inneres, eine Identifikation, die er lieben muss, ansonsten ihm die Anliegen der Klientel nicht zugehen oder er sich nicht gedulden kann. Im Ansetzen und Wachsen-lassen muss seine Intention, seine Zufriedenheit liegen. Und in der Vorsicht und Achtsamkeit, dass das Anvertraute doch den Auftraggebenden gehört, er es also nicht bestimmt. Dankbar daran: Wenn es sich verändert, entsteht für den 'das Coachen Liebenden' eine indirekte Form der Selbstverwirklichung, was im Urverständnis der Idee Coaching als 'Geburtshilfe' eingedacht ist und so gelehrt wird. 


Jona Jakob, DBVC-Coach und Unternehmer.


Unternehmertum (direktiv)
Das Unternehmertum hat besonders daher eine Struktur des "Zwangs/Notwendigkeit zu handeln", weil es den Gesetzen der Betriebswirtschaft unterstellt ist - von einer enormen Zahl weiterer Gesetz hier mal abgesehen. Wer hier übernimmt, der MUSS. Dafür ist die Aufgabe eigentlich "simpler", da die Konditionen hierfür einfacher strukturiert sind: Erledige deine Muss-Aufgaben (z.B. Ziele erreichen, etc), und du hast die Verantwortung getragen. Es ist dein Bereich, dein Unternehmen, du bist der Schmied deines Glücks. Handle. In diesem Hang zum konkreten Handeln muss des Unternehmers Inneres bestehen, Einstellung und Aktivität müssen dies geradezu suchen, anpacken, erreichen wollen - und dabei glücklich werden bzw. darin Erfüllung finden. Dankbar daran vielleicht: Das Entstandene als Konkretes, Ausweisbares. Das können sich auch die meisten Menschen vorstellen und nehmen daher gerne eine respektvolle Haltung dazu ein. 

Zum Gedanken, dass sich beides nicht ausschließt und es immer ein Mischverhältnis gibt, möchte ich mich an dieser Stelle nicht aufhalten. Ja - und? Im Kern machen die beiden Unterscheidungen oben deutlich, womit man sich befasst. Daran kann man sich in der Frage zum Selbst orientieren. 

Was haben Sie jetzt davon?
Als Unternehmer kann ich Ihnen im Umkreis von 100 Km zu Aschaffenburg einen Wasser- oder Brandschaden sanieren. Als Coach kann ich Ihr Unternehmen/Ihre Unternehmung (Projekt) durch Sie entstehen lassen. Vielmehr noch kann ich Sie unter die Menschen bringen. Die Menschen sind diese Blumenerde und Sie, Sie sind das Samenkorn. 

P.S. Allenfalls besteht die zweiseitige Frage, ob man Coach werden möchte. Da wird es dann raffiniert. 


Jona Jakob



 

Sonntag, 10. Januar 2021

(Selbst-)Kritik ist eine Sache des rechten Abstands.

Zitat: 

Was kann eine 'Kritik' noch leisten? Was hat sie in so theoriemüden Zeiten zu suchen? Nehmen wir erst Walter Benjamins Antwort: 

"Narren, die den Verfall der Kritik beklagen. Denn deren Stunde ist längst abgelaufen. Kritik ist eine Sache des rechten Abstands. Sie ist in einer Welt zuhause, wo es auf Perspektiven und Prospekte ankommt und einen Standpunkt einzunehmen noch möglich war. Die Dinge sind indessen viel zu brennend der menschlichen Gesellschaft auf den Leib gerückt. Die Unbefangenheit, der freie Blick sind Lüge, wenn nicht der ganz naive Ausdruck planer Unzuständigkeit geworden ..." (Einbahnstraße, 1928/1969, S. 95)

In einem System, das sich als Mittelding zwischen Gefängnis und Chaos anfühlt, gibt es keinen Beschreibungsstandpunkt, keine Zentralperspektive zwingender Kritik. 

Peter Sloterdijk, Kritik der zynischen Vernunft, Band I, S. 18



Coaching: 

Der Nutzen in dem Gegenüber des Coaches, also dass man jemanden dabei hat, der einem bei seinen Betrachtungen begleitet, besteht darin, dass der Zuhörende alleine schon ein paar Meter Abstand zum Sprechenden hat. Das sogenannte 'Setting', die Sitz- und Arbeitspositionen sind unterschiedlich und in der Distanz. Das verändert das Gesagte. Das Gesagte verändert sich schon im Moment, wo es aus den Gefühlen in die Gedanken und von den Gedanken in das Gesprochene einfließen. Es wandelt sich und ist damit verändert. Ob nun stimmiger oder verdrehter, das ist noch nicht erkannt. 

Was vermutlich die wenigsten Menschen mit dem Gedanken für bzw. vor einem Coaching bedenken: Sie neigen eher dazu, die eigene IST-Situation unterbewusst zu beschönigen bzw. zu idealisieren, wenn sie dann im Coaching sprechen, als dass sie wirklich Worte dafür finden würden, worin sie stecken und was das für Konsequenzen haben kann. Man "malt es sich schön". Das reduziert zugleich die Brisanz dessen, was man besprechen oder angehen sollte. 

Der Nutzen eines Coaches besteht darin, dass dieser die "menschliche Schönfärberei" erkennt und Worte bzw. ein einfühlendes Vermögen hat, dies anzusprechen und es so weit wie angebracht offen zu legen. Man kommt dabei auf den Grund der Dinge - zumindest näher daran. 

Das klingt im ersten Moment beängstigend, ist es aber gemäß meiner Erfahrung aus mehr als tausend Gesprächen jedoch nicht. Vielmehr wird genau dieser Punkt dann in Feedbacks ausgesprochen, wie froh man sei, das Trefflichere, das Direktere im Gespräch gehabt zu haben, offen zwar - gefühlt verletzlich - aber dann "das Geld wert", also dankbar dafür, mit jemandem an den Punkt gelangt zu sein. Auch auf angenehme und jedenfalls annehmbare, gut vertretbare Art und Weise. 

Die Fremdsicht durch den Coach und der Abstand dessen Zuhörens und Mitfühlens sind zwei Angelpunkte für die eigene Entwicklung bzw. den Prozess der Reflexion (Form der kritischen Prüfung), die besonders dann sinnvoll und eine Beauftragung wert sind, wenn einem die eigene Situation "zu Leibe rückt", wenn Ihnen der Druck der Lage "auf der Brust sitzt", "das Herz rausreißt", "den Atem nimmt", "den Sinn vernebelt", "vor Angst beklemmt", "unter die Haut geht", etc. 

Mit jemandem erweitern Sie den Blick auf sich selber. Mit jemand Professionellem noch viel mehr, da gute Coaches hierfür speziell ausgebildet wurden. Der ganze Raum gehört dann Ihnen. Das ist alleine kaum zu erlangen. Wenn Sie fotografieren möchten, was Sie in einem Spiegel sehen, müssen Sie die DOPPELTE Tiefenschärfe einstellen, also die Meter von sich zum Spiegel und diese nochmals in die Tiefe des Spiegels hinein. Sonst wird das im Spiegel Sichtbare nicht scharf. 

Jona Jakob
zueri-frankfurt.com

Freitag, 8. Januar 2021

Kritik an der Akquise für Coachings

Vor zwei Tagen erhalte ich im Tag einen Anruf:

JJ: "Jakob."

Tel: "Guten Tag, hier ist XY, wen haben ich am Apparat? Ihr Name ist?"

JJ: "Jakob."

(... ich nehme an, sie hat eine Frau erwartet, wegen 'Jona')

Tel: "Ah, gut, guten Tag Herr Jakob. Ist das richtig, Sie sind Coach?"

JJ: "Ja."

Tel: "Wir sind ein Team von professionellen Vermarktern und könnten für Sie als Coach Kunden gewinnen."

JJ: "Das ist sehr aufmerksam, aber ich habe zur Zeit keinen Bedarf, da ich in einem Turnaround eines Unternehmens stecke, welches meiner verstorbenen Frau gehörte. Ich habe also für Coaching zur Zeit keine Situation und ich akquiriere keine Coachingkunden."

Tel: "Aber Sie sind doch Coach?"

Ende des Gesprächs, ich bin raus.

Bild: Es gab auf keine Weise ein Quelle für die Grafik - sie ist nicht unter meiner Leitung entstanden.

Die erste Regel eines jeden Gespräches ist:
- Wer ist dein Gesprächspartner? (Gesprächsvorbereitung)

Die zweite Regel jeden Marketings ist:
- Was sind die Bedürfnisse des (potentiellen) Kunden?

Die dritte Regel kenne ich aus meiner elterlichen Erziehung:
- Wenn du nicht sicher bist, schau nach (Lexikon, Duden, etc): Jona? Andrea?

Die vierte Regel entstammt der Kommunikation:
- Frage, bevor du redest. Höre also zu, bevor du redest.

Die fünfte Regel des menschlichen Miteinanders bzw. jeder Begegnung:
- Nimm niemals etwas an / meine nicht(s)

So viel zur Professionalität des Marketingteams einer mir Unbekannten, die mE weder etwas von mir wusste, noch mit mir im Kontakt stand (sondern nur schwatzte) und die das kleine 1x1 eines Verkaufsgesprächs mit mir vollends vertan hat.

Warum? Weil sie sich an ihren Gesprächsleitfaden klammerte, damit sie allenfalls nicht untergehen würde. Ihre Fokussierung war so eingetrichtert, dass sie darob jedes Element des Im-Kontakt-Seins außer Acht ließ und darob verlor. Zynisch könnte ich ergänzen: Gut, dass ich nicht weiß, wer angerufen hatte. Weder als Person noch als Marketingdienstleistungsunternehmen.

Dabei fängt der Kardinalfehler in der Prämisse da an, dass man Coachingkunden akquirieren sollte. Ich kann Kursteilnehmende oder Trainierende akquirieren - doch ein korrektes Coaching fängt eben genau da an, wo sich der (potentielle) Coachee selber auf den Weg macht, sich eine/einen Coach zu suchen. Bei diesem ersten Kick, Anstoß, Aufraffen, Auslösen, Beginnen, Selbstantrieb liegt schier 50% des Erfolges seiner Veränderung. Aber werbe ich den Zahlenden an, wird sie/er mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Verantwortung gleich beim Online-Warenkorb abgeben, da ja angelockt und eingekauft.

Jedem seine Facon. Doch für mich eher nicht. Auch nicht für andere Gespräche, die "so" laufen sollen. Fragen Sie mich sorgsam, dann werde ich differenziert Auskunft geben und Transparenz schaffen - dann können Sie sich ordnen und mich wirklich gewinnen.

Auf ein idealeres Miteinander.

Jona Jakob
zueri-frankfurt.com

Mittwoch, 6. Januar 2021

Die Struktur "der" Krise

Zitat: 

Seit mehr als 150 Jahren dient 'Krise' als Schlüsselbegriff für kritische Gegenwartsdiagnosen jeglicher politischen und weltanschaulichen Couleur. Wie G. Hindrichs argumentiert, stellt das, was wir heute als krisenhaft wahrnehmen, aber "nicht einfach die Fortsetzung der alten Krisen der bürgerlichen Welt" dar. Die Krise unserer Gegenwart könnte vielmehr grundsätzlicher Natur sein. Ihre besondere Virulenz (schädliche Aktivität) verdankt sich einer lähmenden Überlagerung multipler Einzelkrisen, die allesamt aufs Engste mit dem globalen Siegeszug der kapitalistischen Weltordnung nach 1989 zusammenhängen: "Es gibt nun keine wirkliche Vorstellung mehr davon, worin die ... Krise aufgehoben werden könnte - außer in einer neuen Variante derselben Lebensweise, die eben diese Krise erzeugt hat." 

(Quelle: CD/EK für MERKUR, Heft 860, S. 3)

Heute ist der 7. Januar 2021 und ein Teil der Republik darf sich nicht weiter als 15 Km von Zuhause bewegen. Die Coronapandämie reduziert unsere Bewegungs- und Kontaktfreiheit. Aber was uns lähmt, das ist der Mix der damit einhergehenden Probleme

  • Kinder, Erziehung, Betreuung, Kita, Schule, Prüfungen, Abschlüße, Schulferien
  • Zuhausebleiben, Familie, Dynamik, Aggression, Decke auf den Kopf
  • Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Home-Office, Kosten, Mieten, Steuern, Verluste
  • Unternehmen, Branchen, Bestimmungen, Kontrollen, Strafen, Verluste, Insolvenzen
  • Schicksale, Pflege, Krankheiten, Spitäler, Notfallstationen, Intensiv-Betten, Auslastungsgrad
  • Ansteckung, Maßnahmen, Masken, Abstand, Kontakte, Desinfektion, Impfung
  • Warenbezüge, Hamstern, Bunkern, Baumärkte, Wirtschaft, Läden, 
  • Ferien, Urlaub, Reisen, Orte, Risikogebiete, Quarantäne, Tests, Kontrollen, Infektionen
  • tbc.
Wenn alleine die Krisenstruktur der Pandämie so komplex ist, wo ordnen wir das weiter ein?
  • Private bzw. familiäre Probleme
  • Existenzprobleme, Gesundheit, Alter
  • Regionale, nationale, internationale Verflechtungen
  • Europa, USA, Asien, Rest der Welt
  • Ölkrise, Verbrennungsenergie wie Kohle oder Öl, Technikwandel, Digitalisierung
  • Geld, Werte, Bitcoin, Bankenstruktur
  • Energie, Nachhaltigkeit, Ökonomie, Ökologie, Klimawandel, Belastungen
  • Frieden, Konflikte, Kriege, Treiber, Weltbilder, Religionen, Zugehörigkeiten
  • Medien, Formate, Anhänger, Follower, Influencer, Politiker, Wirtschaftsführer, Reiche
  • Alternativen, Querdenker, Ablehnende, Analysen, Forschung, Fakten, Fake, Nachrichten
  • tbc.
Das lähmt. Bis ins private Handeln als eigene Person. Mit der Lähmung geht Verunsicherung einher, Orientierungslosigkeit, Ohnmacht, Verlust von Werten, Ordnungen, Richtungen, Erziehungsmöglichkeiten. 



Coaching: 

Was kann man im Gespräch?

    • Treffen und sich sehen, fühlen, spüren (Zweiergruppe im Kontakt)
    • Skype, Zoom, Video-Call nutzen - Strecken und Kontakt vermeiden (mit Coach)
    • Reden, hören, fühlen, bisweilen riechen, sehen, schmecken
    • Energetisieren, ableiten, beruhigen, setzen lassen
    • Gedanken ordnen, IST-Situation schaffen, Gewichtungen prüfen
    • Wahrscheinlichkeiten einschätzen, Schlüsselfaktoren benennen
    • Strategien entwickeln, Selbstgefühl konsistieren
  • Sammeln dessen, was einem persönlich auf der Brust drückt - einfach nennen, aufschreiben
  • Die Sammlung über längere Zeit fortsetzen, ergänzen, Veränderungen beobachten
  • Clustern: Schwerpunktthemen herausbilden, Veränderungen beobachten
  • Gewichten: In Skalen bringen: quantitativ/qualitativ, statisch/dynamisch, kfr/mfr/langfristig, etc.
  • Fühlen, fühlen, fühlen (was liegt einem auf dem Magen, drückt auf der Brust, nimmt den Atem)
  • Worte für seine Eindrücke finden, sich 'verfassen' - das "Gespenst" zum Ausdruck bringen
  • Auch "Entrepreneur-typische-Gespenster" mit Vertrautem (Coach) besprechen: 
    • Persönliches, Menschliches
    • Personales
    • Unternehmerisches
    • Wirtschaftliches
    • Gesundheitliches
    • Zukünftiges
Die Krise geht an niemandem spurlos vorüber. Sie nagt an jedem von uns wie Streusalz an den Metallen unserer Autos im Winter. Pflegen Sie sich, alleine schon, weil Sie damit Ihr Umfeld entlasten: Mitarbeitende, Familie, Liebste. Wenn Sie wund sind, laufen sämtliche Verhältnisse/Beziehungen Gefahr, konfliktär zu werden. Daher, pflegen Sie sich in bereinigenden Gesprächen. Suchen Sie den Termin für diese Selbstpflege und suchen Sie die technische Möglichkeit, Zeit, Raum und Kontakt zu überwinden (was mit fast allen Coaches machbar ist). Machen Sie das kontinuierlich, vielleicht monatlich oder nach gefühltem Bedarf. 

Die Krise mit all ihren Krisen können Sie nicht ändern. Doch Ihr 'Schiff' schon. Vom Rumpf bis über die Takelage hin zum Rigg. Das lässt sich auf die Eigenheiten der nächsten Fahrt richten und einstellen. 

Jona Jakob
zueri-frankfurt.com



Montag, 4. Januar 2021

Zueri-Frankfurt

Coaching-Aufgabe - ich habe diese Fragen am 01.01.2021 im Internet gestellt:

Am liebsten wüsste ich, wer ich in 2021 bin. Da das mir schier unmöglich scheint - außer in Form eines Interim-Profils, möchte ich wissen, wer ich 2023 sein könnte und danach überhaupt. 
  • Wie versteht und sieht man mich? 
  • Was weiß man von mir? 
  • Wie vereinbare ich all meine Seiten? 
  • Was ist dabei dann des Pudels Kern? 
  • Und für wen bin ich dann der richtige Ansprechpartner im Sinn eines wertvollen Äquivalent, den man sich bestellt oder bucht oder beauftragt. 
  • Wer werde ich?
So lautete im Original der Text, den ich in Facebook meinen Kontakten stellte. Daraufhin folgten über 60 Beiträge, die auf coachende, also fragende und explorierende Weise mich in Prozess brachten. Zuletzt halft mir das Gegenüber einer Person, herauszufinden, wie ich mein Anliegen betrachten kann, um für mich und andere Antworten zu finden. 




Am Morgen des 3.1.2021, gegen 01:00 Uhr schrieb ich meine Lösung nieder. Hier meine vier Kommentarblöcke aus Facebook, welche "das Coaching" für mich abschlossen: 


Kommentar JJ 1: 

Erste Lösungsprozesse sind in Gang: Es ist mitten in der Nacht, Phibi wollte dringend nochmals raus und so war ich eben mit ihr spazieren. Am Vormittag unterhielt ich mich über zwei Stunden mit Matthia Diener über Video-Call. Matthia hat mich seit über einem Jahr immer wieder in Gesprächen begleitet - ich mag sie euch allen als Coach empfehlen, besonders jetzt, wo uns Corona eher zu digitalem Austausch bewegt. Das Gespräch an sich, also die Begegnung mit dieser Gesprächspartnerin, ich in Aschaffenburg, sie in Zug (Schweiz), zeigte mir dann den Weg zu einer mir zusagenden Lösung und die hat etwas mit Geografie zu tun.


Kommentar JJ2: My way ...

Aschaffenburg
Es wird ein Aschaffenburg geben, wo ich Unternehmer mit www.emab.de bin. Das ist mein Ort, das sind meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mein tägliches Schaffen und all die Kontakte, die damit einhergehen. Durch die Tragik des Todes von Elke ist ihr Unternehmen noch mehr auf Aschaffenburg rein und an mich heran gerückt und das passt schon so für 10 Jahre plus. Noch bin ich erst 58.

Frankfurt
Und es wird mit Schwerpunkt Frankfurt ein 'Büro Frankfurt' oder ein zueri-frankfurt (.com) geben, wo ich den DBVC Coach und humanness Lehrcoach für beide Länder weiter stelle. Dort kriegt www.jonajakob.com sein Zuhause. Mein Geist 
  • fürs Menschsein
  • für die Hochbegabung und die Hochsensibilität
  • das Management und für Leadership
  • mein Lehrwissen in vielen Fächern und Disziplinen
  • mein Netzwerk an Professionals, von Expertinnen und Beratern, Coaches und Executives
  • ja selbst mein Denken, Schreiben, Segeln, Kochen und Philosophieren 
gehören in diesen multinationalen Raum, der sich hin bis in Englische und Französische bewegt, der europäisch fühlt und demokratisch denkt und der reist und an allen Ecken und Kanten von Europa aus dem Herz heraus - und aus unzähligen Begegnungen und Gesprächen - befreundet ist oder aufeinander wartet und so für alle von euch auch gerecht werden kann.

Das ist die Ordnung, die ohne viel Worte in mir lebt und wo es mir Sinn ergibt, mit knapp 60 Jahren nun 70 und älter zu werden. Dann gehe ich auch nie allein.


Kommentar JJ3: Idee

Und wenn es schon mal hervorquillt noch ein Wurf in den Raum:
Ich habe in den letzten Jahren ein kleine Hand voll Coaches beobachtet, die versucht haben, mit den Coachings nach Mallorca oder sonst eine erreichbare Insel zu gelangen. Ich weiß nicht, wie erfolgreich diese Projekte wurden. Doch meine Frage ist: Wären wir nicht stärker und gestützter, wir würden mit z.B. 5 Coaches (m/w/d) einen solchen Garten gemeinsam unterhalten - und das im Tessin?


Kommentar JJ4: Danke!

Ich danke euch allen aus der Tiefe meiner Seele für dieses spannende Experiment. Eure über 60 Beiträge, Fragen, Gedanken und Inputs haben angestoßen, belebt, mich kritisch gemacht und besonders hungrig nach dem, was mir fehlte. So konnte ich es dann in einer Begegnung (Video-Chat) erkennen, in der Qualität eines sich fortsetzenden Dialoges mit einem Menschen. Und nun habe ich sowohl die erquickende Lebendigkeit, die mich nachts schreiben und die tiefe Ruhe, die mich doch dann schlafen lässt. Nun mag es Montag werden ... ein gutes Gefühl, zu spüren, dass du an die Leute herangelangen kannst, so wie du bist. Jetzt geht es. 

Züri-Frankfurt

Räume

Es wäre zu knapp gedacht, wenn man nun meinen würde, ich halte mich im Raum zueri-frankfurt fest. Nehme ich meine befreundeten und herzliche...